Religiöse Orientierung und Wertevorstellungen von Flüchtlingen aus islamisch geprägten Ländern.

Die Zuwanderung von Flüchtlingen aus islamisch geprägten Ländern nach Europa stellt nicht nur eine humanitäre, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung dar. Neben Fragen der Unterbringung, Bildung und Arbeitsmarktintegration rückt zunehmend die kulturelle und religiöse Dimension in den Fokus. Religiöse Orientierung und Wertevorstellungen prägen sowohl das Selbstverständnis als auch das soziale Handeln der Geflüchteten. Sie beeinflussen,
wie diese Menschen ihre neue Lebensrealität wahrnehmen, mit gesellschaftlichen Normen umgehen und Integrationsprozesse gestalten. Das vorliegende Projekt untersucht, wie Flüchtlinge aus islamisch geprägten Herkunftsländern ihre religiöse Identität in der Migrationssituation bewahren, verändern oder neu interpretieren.
Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie:

  • Welche Rolle spielt Religion in ihrem Alltag in der Aufnahmengesellschaft?
  • Welche Werte und Normen aus dem Herkunftskontext werden beibehalten, welche
  • angepasst oder aufgegeben?
  • Inwiefern beeinflussen religiöse und kulturelle Prägungen den Integrationsprozess?

Durch qualitative Interviews, teilnehmende Beobachtungen und die Auswertung relevanter Sekundärliteratur werden sowohl individuelle Erfahrungen als auch kollektive Muster erfasst.
Ziel ist es, ein differenziertes Bild der religiösen und werteorientierten Selbstverortung von Flüchtlingen zu zeichnen. Die Ergebnisse sollen nicht nur zur wissenschaftlichen Diskussion beitragen, sondern auch Handlungsempfehlungen für Integrationsarbeit, Bildungsangebote und
gesellschaftlichen Dialog liefern.