Mythos Kopftuch! – Eine interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung

Ein interdisziplinäres Projekt des Instituts für Islamisch-Theologische Studien (IITS) in Kooperation mit CEMIST. Die Forschungsplattform untersucht die politischen, gesellschaftlichen und theologischen Deutungen des Kopftuchs in Europa und macht wissenschaftliche Beiträge, Analysen und Dokumentationen zugänglich.

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IITS Universität Wien CEMIST

Mythos Kopftuch! – Eine wissenschaftliche Tagung

Eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Islamisch-Theologische Studien (IITS) der Universität Wien in Kooperation mit dem Center for European Islam, Migration and Societal Transformation (CEMIST).

Die Tagung „Mythos Kopftuch“ widmet sich einem der sensibelsten und zugleich meistdiskutierten Themen Europas: den vielschichtigen Bedeutungen, Zuschreibungen und gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen rund um das Kopftuch. Das Thema bewegt sich an der Schnittstelle von Religion, Recht, Politik und öffentlicher Wahrnehmung.

Die Debatten reichen weit über religiöse Praxis hinaus. Sie berühren Fragen von Sichtbarkeit, Zugehörigkeit, Diskriminierungsschutz und gesellschaftlicher Teilhabe. Sie spiegeln Machtstrukturen, mediale Narrative und kulturelle Konfliktlinien wider, die den öffentlichen Diskurs prägen.

In Österreich hat das Thema insbesondere im Kontext der Diskussionen um das Kopftuchverbot besondere Brisanz gewonnen. Fragen nach staatlicher Neutralität, Religionsfreiheit und pädagogisch-theologischen Perspektiven werden neu verhandelt und kontrovers diskutiert.

Die Tagung nähert sich diesen Dynamiken interdisziplinär: aus rechtswissenschaftlicher, theologischer, politikwissenschaftlicher, soziologischer und medienanalytischer Sicht. Ziel ist es, die Komplexität des Themenfelds sichtbar zu machen und die Vielzahl symbolisch aufgeladener gesellschaftlicher Narrative präzise und kritisch einzuordnen.

CEMIST und das IITS schaffen mit dieser Veranstaltung einen Raum für wissenschaftlich fundierte Analysen, aktuelle Beiträge und vertiefende Diskussionen. Die Tagung versteht sich als Plattform, die jenseits vereinfachender Deutungen Orientierung bietet und neue Perspektiven eröffnet.